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Nachhaltigkeit erkennen

Um mit Deiner Geldanlage Gutes zu tun, musst Du natürlich auch Gutes finden. Heute scheint alles ‘nachhaltig’ zu sein. Ist die Nachhaltigkeit einer Großbank die gleiche wie die von den Pionieren ethisch-ökologischer Geldanlagen? Nein. Es gibt eine Bandbreite über ‘leicht nachhaltig’ bis hin zu ‘stark nachhaltigen’ Geldanlagen.

Für einen Teil der Produkte gibt es unterschiedliche Siegel. Einheitlich definiert ist die Nachhaltigkeit von Geldanlagen leider noch nicht.

Wir geben Dir hier Werkzeuge an die Hand, woran Du die Nachhaltigkeit von Geldanlagen erkennen kannst. Leichter machst Du es Dir, wenn Du Dritten vertraust. Ansonsten recherchierst Du eben selbst.

Du kannst Dritten vertrauen:

Was sagen die Siegel aus?

Worauf achten wir selbst?

So kannst Du selbst recherchieren:

Schau Dir unsere nachmachbare Recherche-Methode an.

➔ Stöbere in Anlage-Kriterien.

Lies vertiefende Storys zur Nachhaltigkeit.

Vergleiche Anlage-Kriterien mit unserer Check-Matrix.

▶▶ Check-Matrix laden und ausfüllen (PDF)

Mit der Check-Matrix kannst Du zu Berater*innen und Anbieter*innen gehen und die Nachhaltigkeit ansprechen. So findest Du heraus, ob Deine persönlichen Anforderungen an die Nachhaltigkeit erfüllt werden.

Was ist überhaupt “nachhaltig”?

Nachhaltigkeit kommt aus der Forstwirtschaft

Als Hans Carl von Carlowitz 1713 in seiner „Sylvicultura oeconomica” eine nachhaltige Forstwirtschaft beschrieben hatte, wollte er Schmelzhütten im Erzgebirge dauerhaft mit Holz versorgen können und wird nicht im Entferntesten an Geldanlagen gedacht haben. Es geht also darum, nie mehr Ressourcen zu entnehmen als nachwachsen.

Weltweite Beachtung kam mit dem Brundtland-Bericht 1987 auf das Schlüsselwort ‘Nachhaltigkeit’. In den 1990er-Jahren kam die soziale Dimension hinzu, in welchem sich das noch immer vorherrschende Drei-Säulen-Prinzip der Nachhaltigkeit etabliert hat:

  • Soziale Nachhaltigkeit
  • Ökologische Nachhaltigkeit
  • Wirtschaftliche Nachhaltigkeit

So definiert, bedeutet Nachhaltigkeit, dass immer alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden müssen.

Heute wird ebenfalls viel von ESG-Kriterien gesprochen. E steht für das englische Environmental (ökologisch), S für Social (sozial) und G für Governance, womit eine anständige Unternehmensführung gemeint ist. Viele Research- und Rating-Agenturen für Nachhaltigkeit arbeiten mit dem ESG-Ansatz.

In der Wissenschaft wird auch mit dem Konzept der planetaren Grenzen gearbeitet. Wenn es uns als Gesellschaft gelingen würde, innerhalb dieser Grenzen zu wirtschaften, dann wären wir nachhaltig.