Geld verdienen mit halbautomatischen Waffen aus US Produktion: Fast ein Viertel der börsengehandelten Fonds investiert

Geld verdienen mit halbautomatischen Waffen aus US Produktion: Fast ein Viertel der börsengehandelten Fonds investiert

Anlässlich des Schulmassakers von Parkland, Florida, im Februar dieses Jahres, haben die Nachhaltigkeitsexperten von SUSTAINALYTICS analysiert, welche börsennotierten US-Unternehmen Umsätze mit sogenannten „assault weapons“ machen. Zu diesen Waffen zählen unter anderem halbautomatische Gewehre und Pistolen.

Sie fanden insgesamt 40 Unternehmen, die öffentlich gehandelt werden und einen Teil ihrer Umsätze mit dieser Waffenkategorie erwirtschaften. Die Umsatzanteile lagen dabei zwischen ca. 5 und 100 Prozent. Auf den militärischen Markt beschränken sich nur 30 Prozent dieser Firmen. Gut zwei Drittel der Firmen handeln teilweise oder ausschließlich mit Feuerwaffen für die private Nutzung.

Viele klassische Fonds investieren in Waffengeschäfte

Für nachhaltig orientierte Anleger besonders interessant ist, dass 24 Prozent der weltweit börsengehandelten Fonds (ETFs) und 16 Prozent der offenen Investmentfonds (mutual funds) Anteile von mindestens einem dieser Unternehmen enthalten.  

Die Wahrscheinlichkeit, dass auch Sie als deutsche Anleger über Ihre Fonds an Firmen beteiligt sind, die Waffen produzieren oder verkaufen, die immer wieder für Amokläufe Verwendung finden, ist also nicht gering. Dabei umfasst diese Analyse ausschließlich US-Händler und Produzenten – die Waffenindustrie aus anderen Ländern fand keine Berücksichtigung.

Wer solche Beteiligung im eigenen Portfolio nicht möchte, sollte ausschließlich bei Anbietern investieren, die Waffenproduktion und Handel explizit ausschließen.

Die vollständige Untersuchung “Assault Weapons: Assessing Exposure to the Firearms Trade” und den podcast in englischer Sprache finden Sie bei SUSTAINALYTICS.

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Kilian Rüfer

Geschrieben von Kilian Rüfer

Kilian Rüfer setzt sich dafür ein, dass Finanzhebel von destruktiv auf konstruktiv gestellt werden. Der gelernte Mediengestalter und Ingenieur für erneuerbare Energien ist Energieblogger und betreibt die Kommunikationsagentur SUSTAINMENT.

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