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Obwohl es sich rund 40 % vorstellen könnten, investieren nur 4,8 % der Privatanleger in nachhaltige Geldanlagen

Obwohl es sich rund 40 % vorstellen könnten, investieren nur 4,8 % der Privatanleger in nachhaltige Geldanlagen

Ja, der Schritt vom Wollen zum Machen ist immer groß. Wäre er klein, dann hätten wir bereits ein überwiegend erneuerbares Energiesystem. Umso größer muss die Wertschätzung für diejenigen sein, die bereits zu der machenden Minderheit gehören. Die wichtigste Frage dabei ist, wie mehr Menschen ins Machen kommen und ihr Handeln noch konsequenter an ihren Werten ausrichten.

Die meisten Interessierten wollen soziale Mindest-Standards

Die von SPIEGEL ONLINE aufgegriffenen Marktforschungs-Ergebnisse eröffnen eine ganze Reihe essentieller Einsichten: Bei der Gestaltung nachhaltiger Kapitalanlagen ist den Befragten am wichtigsten, dass Menschenrechte und fundamentale Arbeitsrechte eingehalten werden.

Wie aber überprüft man diese sozialen Kriterien?

Rolf Häßler, der dem Marktforschungsinstitut GfK mit dem Institut für nachhaltige Kapitalanlagen (NKI) den Forschungsauftrag erteilt hatte, erklärte uns, dass die Antwort in den Research-Ergebnisse der Nachhaltigkeits-Ratingagenturen (Sustainalytics, Oekom Research, Imug-Rating und MSCI ESG) zu finden ist. Diese erhält man jedoch nur indirekt. Die Ratings werden im Auftrag von Anbietern erstellt. Sie können rated products insoweit vertrauen, dass diese neben vielen anderen Knackpunkten soziale Mindeststandards erfüllen. Einen weiteren Hinweis geben sowohl das FNG-Siegel als auch das EcoReporter-Siegel - beide setzen die sozialen Mindeststandards voraus. Allerdings hat sich bislang nur ein kleinerer Teil der Anbieter zertifizieren lassen. Alternativ kann man sich durch den CSR-Bericht des Unternehmens wühlen und selbst nachfragen. Das ist wichtig, damit das Unternehmen merkt, dass es seine Zielgruppe ernst meint.

Was hält Anleger vom Investieren ab?

Man kennt es von sich selbst: Für eine wichtige Entscheidung müssen immer mehrere Aspekte passen. Als Hemmnisse gaben die Befragten an:

40 % finden die Informationen zu entsprechenden Produkten unzureichend

35 % finden die Wirkungen für eine nachhaltige Entwicklung unklar

31 % befürchten ein höheres Anlagerisiko

23 % fühlen sich durch die Hausbank schlecht beraten

23 % befürchten eine schlechtere Rendite

Für unser Projekt ist die Botschaft klar: Wir müssen die besten Wege finden, um die Informationslücke zu schließen und klar zeigen, welche nachhaltige Wirkung in welchem Investment steckt. Dafür sind wir sehr auf Ihr Feedback angewiesen.

Zum Artikel: SPIEGEL ONLINE

Zur Studie:

www.nk-institut.de/allgemein/repraesentative-befragung-des-nki-grosses-interesse-der-privatanleger-an-nachhaltigen-kapitalanlagen

www.nk-institut.de/wp-content/uploads/2017/10/NKI-Research-06-2017-Privatanleger-Befragung.pdf

Kilian Rüfer

Geschrieben von Kilian Rüfer

Kilian Rüfer setzt sich dafür ein, dass Finanzhebel von destruktiv auf konstruktiv gestellt werden. Der gelernte Mediengestalter und Ingenieur für erneuerbare Energien ist Energieblogger und betreibt die Kommunikationsagentur SUSTAINMENT.

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