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Nachhaltig investieren

Woran Du die Nachhaltigkeit von Immobilien-Investments erkennen kannst

Wenn Du wissen willst, ob eine Immobilie wirklich nachhaltig ist, musst Du die Investitions-Angebote hinterfragen. Anhand der folgenden Merkmale solltest Du spätestens im Gespräch mit Anbieter*innen "die Spreu vom Weizen" trennen können. Die Darstellungen der Investitionskriterien von Anbieter*innen reichen leider teilweise noch nicht aus, um die Nachhaltigkeit des Immobilien-Investments einzuschätzen. In dem Fall ist es gut nachzufragen.

Nachhaltigkeit umfasst ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte. Eine einheitliche Definition gibt es nicht.

Zertifizierung für Green Buildings

Insbesondere bei größeren Immobilien und in nachhaltigen Immobilienfonds betreiben Anbieter*innen den Aufwand einer Zertifizierung. Viele nachhaltige Immobilien-Angebote sind daher gar nicht erst zertifiziert.

Es gibt drei Zertifizierungssysteme für nachhaltige Immobilien. Gemein haben die Zertifizierungssysteme, dass sie ein Sammelsurium an Nachhaltigkeits-Kriterien umfassen. Anhand dieser werden Punkte vergeben, die je nach Zertifizierungssystem unterschiedlich gewichtet werden. Je nach erreichter Punktzahl gibt es innerhalb der Siegel Abstufungen.

Kürzel DGNB BREEAM LEED
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen Building Research Establishment Environmental Assessment Method Leadership in Environmental & Energy Design
Höchste Auszeichnung Gold sehr gut Platin
Silber exzellent Gold
gut
Kleinste Auszeichnung Bronze bestanden Silber
Weitere Informationen www.dgnb.de www.breeam.org www.usgbc.org

Mit den Bewertungssystemen für nachhaltige Immobilien erhalten Investor*innen einen Eindruck davon, ob die Immobilie im Großen und Ganzen nachhaltig ist. Allerdings können Schwächen in einzelnen Segmenten in der Gesamtpunktzahl kompensiert werden. Wem einzelne Aspekte – wie beispielsweise Klimaschutz – besonders wichtig sind, der / die benötigt für das eigene Werturteil zusätzliche Anhaltspunkte.

Energiestandards für Immobilien

Energetischer Mindeststandard (EnEV)

Energetische Mindeststandards sind in Deutschland in der EnEV (Energie-Einspar-Verordnung) rechtlich festgelegt worden.

Energiestandards der KfW-Förderprogramme des Bundes

Für die KfW-Förderprogramme des Bundes sind Energiestandards definiert worden. Die KfW-Standards sind sehr verbreitet, da es für Energieeffizienz in Gebäuden viele Förderangebote gibt.

Das energetische Niveau erkennst Du aufgrund der an das "KfW-Effizienzhaus" angehängte Zahl. Sie ist eine Prozentzahl und steht für den prozentualen Anteil an so genannter "Primärenergie" in Bezug zu einem theoretischen Vergleichsgebäude, welches in der Energie-Einspar-Verordnung definiert worden ist. Je weniger Prozent benötigt werden, desto sparsamer ist die Immobilie. Im Neubau gibt es die KfW-Effizienzhaus-Standards 55, 40 oder 40 Plus. Das KfW-Effizienzhaus 55 ist so sparsam wie ein "Drei-Liter-Haus". Das KfW-Effizienzhaus 40 ist vergleichbar mit dem besonders hochwertigen Passivhaus-Standard.

"Primärenergie" ist die Energie vor der Umwandlung in "Endenergie". Öl beispielsweise verliert viel Energie, bevor daraus Wärme geworden ist. Die Sonne hingegen ist unmittelbar warm und hat somit einen deutlich geringeren Primärenergiebedarf.

Passivhausstandard und Plus-Energie-Haus

Der König / die Königin unter den Energiestandards ist der Passivhausstandard. Denn er steht nicht nur für sehr hohe energetische Standards, sondern kann weit weniger schöngerechnet werden, als es beim KfW-Standard der Fall ist. Die Definition ist sehr einfach: Alles was einen Heizwärmebedarf von 15 kWh/m2 nicht überschreitet, ist ein Passivhaus. Ein Passivhaus ist mindestens vergleichbar mit einem KfW-Effizienzhaus 40. Plus-Energie-Häuser mit erneuerbaren Energien sind das energetische Maximum.

Weitere Fragen zur Nachhaltigkeit

ökologisch sozial wirtschaftlich
  • Was war vorher auf der Fläche?
  • Wie nachhaltig sind die Baumaterialien?
  • Wie einfach kann nachhaltige Mobilität über Fahrrad, ÖPNV, Sharing oder Elektromobilität verwirklicht werden?
  • Wie recyclebar sind die Baustoffe?
  • Ist es altersgerecht?
  • Ist es kindgerecht?
  • Fühlen sich Bewohner*innen drinnen und draußen wohl?
  • Ist die Verkehrsanbindung stressfrei?
  • Wie gesundheitsverträglich sind die Baustoffe?
  • Sind die laufenden Kosten gering?
  • Ist die Immobilie attraktiv genug, die Lage gut genug und die Raumnutzung flexibel genug, damit die Mieteinnahmen dauerhaft erwirtschaftet werden können?

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