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Investieren in Bio

Bio als Geldanlage

Bio-Lebensmittel sind seit einigen Jahren in immer mehr Supermarktregale vorgedrungen. Das stärkste Motiv, welches zur gestiegenen Nachfrage führt ist, dass sich immer mehr Menschen gesund ernähren wollen. Natürlich spielen auch die Umweltfolgen und eine artgerechte Tierhaltung eine Rolle. Doch wusstest Du, dass sich Bio-Lebensmittel und Bio-Landwirtschaft auch gut als Geldanlage machen?

Wie investierst Du in Bio?

Zunächst die gute Nachricht: Wenn Du in Bio-Landwirtschaft investieren möchtest, hast du einige Möglichkeiten zur Auswahl. So gibt es beispielsweise Bio-Aktien, Crowdinvestments von Bio-Unternehmen, Direktbeteiligungen und Genossenschaften. Reine Bio-Fonds gibt es (noch) nicht.

Business Angel BioWenn Du Business-Angel bist findest Du bei Pitch-Wettbewerben (z.B. NextOrganic) spannende Start-ups aus dem “Organic-Food”-Bereich, die noch Investments benötigen. Die Gründerszene in diesem Bereich ist groß und wächst immer weiter.

Der Bio-Markt wächst deutlich

Die Zahlen belegen es: Der Bio-Trend geht stetig aufwärts. Die Nachfrage wächst und wächst. In Deutschland stieg der Bio-Umsatz im Jahr 2018 um 5,5 %. Dabei ist immer noch Potential nach oben, denn Bio-Produkte machen bisher nur etwa fünf Prozent des gesamten deutschen Lebensmittelumsatzes aus – in Dänemark, Schweden und der Schweiz ist der Bio-Anteil bereits doppelt so hoch. Die Bio-Umsätze sind in Europa in Deutschland am höchsten. Global gesehen sind die USA Bio-Umsatz-Spitzenreiter.

Der Wermutstropfen ist (zurzeit) leider, dass der Markt an Bio-Anlageprodukten gerade in Deutschland und auch in Europa nicht mit dem Markt von Bio-Lebensmitteln mithält. Das heißt, die ethisch-ökologische Finanzindustrie und die Bio-Industrie haben noch nicht so richtig zueinander gefunden. Bio-Unternehmen, wie die in Deutschland bekannten Mittelständler, wie Bio-Supermarktketten Alnatura, Denn's Biomarkt oder diverse herstellende Betriebe, bieten bislang leider keine öffentlichen Beteiligungsmöglichkeiten an.

Bio-Aktien

Die meisten Bio-Aktien kommen aus Nordamerika. Beispiele dafür sind:

  • Sunopta, Kanada: Bio-Lebensmittel (ISIN CA8676EP1086)
  • L’Occitane en Provence, Luxemburg: Naturkosmetik aus Bio-Zutaten (ISIN LU0501835309)
  • Sprouts Farmers Market, USA: Bio-Supermarkt (ISIN US85208M1027)
  • United Natural Foods, USA: Handel Bio-Lebensmittel (ISIN US9111631035)

Bio-Crowdinvestments

Ab und zu findest Du auf Crowdinvestment-Plattformen Angebote aus dem Bio-Bereich. In unseren Produktfavoriten August 2019 hatten wir beispielsweise einen Bio-Nudelhersteller vorgestellt, der über econeers Investor*innen suchte. Dabei handelt es sich in der Regel um unternehmerische Beteiligungen. Mehr über Crowdinvestments erfährst Du hier.

Bio-Direktbeteiligungen mit Impactfokus

Im Biobereich gibt es einige Projekte – überwiegend genossenschaftlich organisiert, mit denen man den Wandel hin zur ökologischen Landwirtschaft gut unterstützen kann, bei denen aber die Rendite im Hintergrund steht:

  • Die BioBoden-Genossenschaft erwirbt Böden und Betriebe, um sie für ökologische Landwirtschaft zu sichern. Das soll Bio-Importe senken. Ebenfalls soll es Boden-Spekulanten Land entziehen. bioboden.de
    Einen ähnlichen Ansatz verfolgen ebenfalls kulturland.de und die oekonauten-eg.de.
  • Verschiedene Regionalwert AGs machen ab und zu Kapitalerhöhungen. Mit dem Geld werden Umstellungen auf Bio-Landwirtschaft, Bio-Lebensmittelhersteller und Bioläden unterstützt. Diese Betriebe kooperieren untereinander, was regionale Wirtschaftskreisläufe stärkt. regionalwert-treuhand.de

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